Hype: Kunst und Geld
Zwischenzeitlich habe ich das bereits erwähnte Buch Hype: Kunst und Geld von Piroschka Dossi fertiggelesen und kann wirklich emfehlen. Meine über 1 1/2 schwelende leichte Depri über Künstlerarmut legte sich in dem Moment als ich las, dass Europa darin "opferbereiten Hingabe eines Künstlers an seine Kunst" sieht (= positiv!!), während das calvinistische Amerika mit wirtschaftlicher Erfolglosigkeit auch moralischen Mangel verbindet.
Und ich erinnerte mich, dass ich vor Jahren, als ich in den USA studierte, auch eine entsprechende Diskussion hatte: was ist jetzt das schwierigere an einem Kunstwerk sei - es zu erschaffen (meine Position) oder es zu verkaufen (die Position meines amerkanischen Kollegen). Ich habe damals wirklich nicht verstanden, wie man überhaupt auf so eine absurde Ansicht kommen kann, Verkäuflichkeit als Qualitätsmaßstab Kunst zu sehen.
Leider schwappt die amerikanische Sicht der Dinge inzwischen immer mehr zu uns herüber - und daher kamen wohl auch meine allmählichen Selbstzweifel.
Der Punkt mit dem Schwarzgeld wird übrigens nur im Nachwort in einem kleinen Nebensatz erwähnt - er ist überhaupt nicht der Focus des Buches, sondern es geht tatsächlich darum, wie Kunst zu ihrem Preis kommt - und wie obskur dieses ganze System ist.
Ich habe eine kleine Zusammenfassung des Buchinhalts verfasst und schicke die auf Anfrage gerne individuell zu (kunst(a)soika.com) - aus urheberrechtlichen Gründen kann ich sie hier nicht publizieren.
Und ich erinnerte mich, dass ich vor Jahren, als ich in den USA studierte, auch eine entsprechende Diskussion hatte: was ist jetzt das schwierigere an einem Kunstwerk sei - es zu erschaffen (meine Position) oder es zu verkaufen (die Position meines amerkanischen Kollegen). Ich habe damals wirklich nicht verstanden, wie man überhaupt auf so eine absurde Ansicht kommen kann, Verkäuflichkeit als Qualitätsmaßstab Kunst zu sehen.
Leider schwappt die amerikanische Sicht der Dinge inzwischen immer mehr zu uns herüber - und daher kamen wohl auch meine allmählichen Selbstzweifel.
Der Punkt mit dem Schwarzgeld wird übrigens nur im Nachwort in einem kleinen Nebensatz erwähnt - er ist überhaupt nicht der Focus des Buches, sondern es geht tatsächlich darum, wie Kunst zu ihrem Preis kommt - und wie obskur dieses ganze System ist.
Ich habe eine kleine Zusammenfassung des Buchinhalts verfasst und schicke die auf Anfrage gerne individuell zu (kunst(a)soika.com) - aus urheberrechtlichen Gründen kann ich sie hier nicht publizieren.


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