Kinder der Angst
Ich habe kürzlich "Kinder der Angst" gelesen, den Leitartikel des "Spiegel" von letzter Woche (Spiegel 32/09). Es geht darin um Kindererziehung. Nachfolgend ein paar Zitate. Interessant finde ich: wenn man "Eltern" und "Kinder" jeweils durch das Wort "Mensch" ersetzt, beschreibt der Artikel ziemich genau das Lebensgefühl vieler Menschen:
- Die neuen Eltern handeln nicht mehr auf ihr Bauchgefühl. Sie misstrauen ihrem Instinkt...
- Wann haben die Eltern aufgehört, ihrem gesunden Menschenverstand zu benutzen? Warum lassen sich Erwachsene von Fragen verunsichern, für die sie längst ein sicheres Gespür haben müssten?...
- Die Eltern geben nichts mehr auf ihre eigenen Erfahrungen. Gar nichts. Auch ohne Kind - aber besonders mit: der Wert unserer Erfahrungen sinkt. Wir sind eine Wissens- und keine Erfahrungsgesellschaft mehr...
- Dass alles schon gutgehen wird. Dass man sich keine Sorgen machen muss. Dass sich die Dinge schon einrenken werden. Das sind laut T.-S. Sätze, die für die Eltern kaum mehr existieren. Die versuchten stattdessen, Antworten auf Fragen zu finden, die noch keiner gestellt hat...
- "Es ist doch so: Die Kinder können nicht anders sein, als sie sind. Wenn die Eltern sie aber anders haben wollen, beschädigen sie die Kinder."


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