22 Dezember 2009

Relevanz von biologischen Systemen zum organisatorischen Design

Ich bin vor kurzem auf Tiefenökologie gestossen (Wikipedia und Links zu Bayern2-Beitrag) - s. BLOG. Mittlerweile habe ich weiterrecherchiert und gerade eben einen Text von Elisabet Sahtouris, einer kanadischen Evolutionsbiologin, Futuristin, Autorin und Beraterin, die sich mit der Relevanz von biologischen Systemen zum organisatorischen Design in Unternehmen, der Regierung und im Welthandel beschäftigt. Wer den Artikel selbst nachlesen will, hier der Link:
http://www.ratical.org/LifeWeb/Articles/globalize.html

Interessant und sehr hilfreich finde ich ihren Vergleich zwischen (gesunden) biologischen Systemen und Themen wie Globalisierung, unsere Wirtschaftsordung, der sozialer Entwicklung. Sie vergleicht die Welt mit unserem Körper - unterschiedliche Organe in einem System - unterschiedliche Nationen, Volksgruppen, Dörfer im anderen. In einem gesunden Körper arbeiten die unterschiedlichen Organsysteme harmonisch miteinander - und das wäre ein Bild, nach dem wir auch in unserer eigenen Entwicklung als Weltgemeinschaft streben sollten. Alle Organe arbeiten harmonisch, allen muss es gut gehen, nur dann ist der Körper gesund.

Der Artikel ist 1998 erschienen - lange vor der Finanzkrise, die ihm nur noch mehr Relevanz gibt. Die Konzentration von viel Geld in wenigen Händen ist schlecht schreibt sie schon damals: um im Körperbild zu bleiben: als würde alles Blut nur nur Lungen und Herz fliessen, und der Rest des Körpers würde vor sich hin kümmern.

Oder wie ein Krebsgeschwür: das allen an sich reisst, das den Rest verhungern lässt... ein drastisches Bild, das mir beim Lesen einfiel.

Und, als Körper-Geist-Seele-Interessierte, kann ich nicht umhin, mal kurz die psychosomatische Deutung der Krankheit Krebs (lt. Rüdiger Dahlke) nachzurecherchieren... und: "Symptom: ...Irrtum im Konzept der Verwirklichung von Freiheit und Unsterblichkeit; Unterdrücken der Möglichkeiten zu Grenzerfahrungen, von Lebensimpulsen; Festhalten an der Norm; perfekte soziale Anpassung (Normopathie); Aggression und Egoismus im Krebsgeschehen: aggressiv verdrängende Ellbogenpolitik, Recht des Stärkeren, Infiltration, Invasion, Erpressung, Ausbeutung von Sklaven(zellen); Krebs übernimmt die Aufgabe der Seele: Selbstverwirklichung/Egotrip, Durchbrechen der Regeln normalen Zusammenlebens; kopflastig, mit dem Kopf durch die Wand wollen (Wachstumsproblematik); Umschlagen ehrenwerter Untergebenenideale in das totale Egoprinzip; ungelebter Wunsch nach rücksichtsloser Durchsetzung von Eigeninteressen... kollektives Muster rücksichtsloser Expansion und Verwirklichung der eigenen Interessen; Spiegel der Ausbeutung der Erde durch den Menschen; Polarisierung von Ich und Gemeinschaft: fehlendes Bewusstsein für größere, umfassende Einheit..." (Die Seite mit dem Originaltext (eine Dahlke Seite) ist nicht öffentlich zugänglich, aber ich habe den vollständigen Text nochmal in einem Webforum für Tierhalter (oh du wunderbare... Internetwelt!) gefunden: http://tinyurl.com/ybtnvya)

Klingt wie... die Finanzkrise... all diese kleinen, schlauen Banker vor ihren Computerbildschirmen...

Mir hilft dieses Bild - weil: wenn ich Bilder habe, weiss ich eher, wo ich ansetzen muss: ein Bild, wie es falsch ist, und ein Bild wie es richtig gehört...

Weitere Bücher zum Thema:

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