Werkserie von beeindruckender malerischer Dichte...
Und und und... mein Bild 09_47 Die Bedrängnis wurde zum Titelbild der aktuellen Ausgabe erkoren!
Einer [der am Experiment teilnehmenden Manager] beschrieb das Gefühl so: "Uns einen ganzen freien Tag aufzuzwingen war so, als ob man jemandem die rechte Hand auf dem Rücken festbindet, damit er lernt, die linke zu gebrauchen.Wenn das also die Grundhaltung unserer Entscheidungsträger ist, dann wundert es mich eigentlich nicht mehr, dass unsere Arbeitswelt immer unmenschlicher wird (s. auch: "Menschen im Arbeitstaumel"). Ich glaube fast... diese Manager wissen wirklich nicht, wovon wir sprechen, wenn wir z. B. vor Solidarität und Miteinander reden und Selbst- und Fremdausbeutung sind für sie so eine Art... Sport?!
Mit wenigen Handgriffen lässt sich das Erscheinungsbild ihrer Wohnung nach außen verschlechtern. Schon bald setzt der "broken windows effect" ein: Wohlhabende ziehen weg, Wohnungen sind nur noch schwer zu vermieten, die Preise purzeln in den Keller...Und so geht's:
Egal, ob ein Katholik den Rosenkranz betet, ein Buddhist "Om" singt oder sich Patienten regelmäßig eine halbe Stunde am Tag auf ihren Atem konzentrieren - bei allen sinkt der Blutdruck, die Atemzüge werden regelmäßiger, und die Hirnaktivität beruhigt sich...
Und vielleicht ist auch das typisch für die sogenannten nuller Jahre: dass der öffentliche Raum, der einmal als Versprechen erschien, als Bedrohung wahrgenommen wird. Die oder der Fremde, einst Projektionsfläche der allerschönsten kollektiven und privaten Phantasien, könnte Terrorist sein, Aids haben, die Plagen der Globalisierung, Werksschließungen, Migrantenströme oder Vogelgrippe mitbringen.