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"And Sweet as Love" -
a Mandala of Peace and Passion
Ethnobotanische Installation |
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"And Sweet as Love" -
a Mandala of Peace and Passion
And Sweet as Love - Mandala of Peace and Passion ist eine Installation
die anlässlich von Eat Art 5, am 1. Dezember 2002 in HEREArt
Gallery, SoHo, New York City, USA ausgeführt wurde.
Die Abmessungen sind im Kontext variabel, in der HEREArt Gallery
betrugen sie 100 cm x 100 cm. Material: gemahlener Bohnenkaffee
und kommerzieller, raffinierter, weisser Zucker. Die Installation
wurde - gemäss des Anspruchs, ein Mandala zu sein - nach
der Ausstellung zerstört
Ich habe Kaffee und Zucker als Symbole für jene Europäische
Kultur gewählt, die oft äußerst rücksichtslos
fremde Kulturen zerstört hat. Kaffee und Zucker sind zwei
Pflanzen, die mit den Europäern nach Amerika kamen, denn
im tropischen Garten Eden Mittelamerikas herrschten ideale Bedingungen
für deren Anbau. Für die indianischen Ureinwohner jedoch
bedeuteten Kaffee und Zucker Versklavung und den Verlust von
Heimat und Kultur.
So zollt And Sweet as Love - Mandala of Peace and Passion dem
Urkontinent Amerika Respekt, und will Mahnmal zur friedlichen
Integration unterschiedlicher Kulturen sein. Die für die
Installation gewählte Form ruft dabei verschiedenste Assoziationen
wach: das internationale Zeichen für Frieden; "Turtle
Island", jener Name den die amerikanischen Ureinwohnen ihrem
Kontinent gaben; sowie die archaisch primitive Zeichnung des
weiblichen Körpers - als ein die Kulturen verbindendes ,
archäologisch weltweit nachgewiesenes Symbol.
"And Sweet as Love" - a Mandala of Peace and
Passion (Ausstellungstext):
Kaffee
- Schwarz wie die Hölle, stark wie
der Tod, und süß wie die Liebe
(Türkisches Sprichwort)
Kaffee Obwohl Kaffee bereits 800 v. Chr. in den Äthiopischen Hochebenen
entdeckt wurde, begannen Anbau und Handel erst im 15. und 16.
Jahrhundert auf der arabischen Halbinsel, genauer gesagt in Jemen, Ägypten,
Syrien und der Türkei. Die Araber wachten eifersüchtig über
ihre immer wertvoller werdende Pflanze, und noch bis Anfang des
20. Jahrhunderts wurde Besitz und Export keimfähiger Kaffeebohnen
in den meisten kaffeeanbauenden Ländern als Verbrechen geahndet.
Heute ist Kaffee nach Wasser das beliebteste Getränk, und
nach Öl der zweitwichtigste Rohstoff.
Kaffee war immer sehr kontrovers. Während die äthiopischen
Mönche in ihm ein himmlisches Geschenk sahen - erlaubte
er ihnen doch, längeres Studieren und Beten - verurteilte
ihn die Italienische Geistlichkeit als Erfindung des Satans und
verbot Kaffee während des 17. Jahrhunderts (Es war wahrscheinlich
der nachgewiesene Effekt des Kaffees, mentale und intellektuelle
Aktivität des Gehirns fördern, der den politischen
und religiösen Führern suspekt war). Dennoch, als Papst
Clemens VII das Getränk höchstpersönlich kostete,
schmeckte es ihm und er hieß es gut.
"Kaffee ist das Getränk erster Wahl für den
Journalisten oder Schriftsteller... Durch den Kaffeegenuss
wird logische Konsistenz, aus Fakten folgerndes Denken... auf
physischem Wege gefördert, und man kann sagen, dass -
obwohl man aus gesundheitlichen Gründen Zweifel gegen
das Kaffeetrinken hegen mag - Kaffee für all jene, die
nach höheren geistigen Regionen streben - unabdingbar
ist."
(Rudolf Steiner, Nutrition and Stimulants)
Zucker - der Todeskuss der Zivilisation
Es wird angenommen, dass Rohzucker zuerst in Polynesien verwendet
wurde, von wo aus er sich nach Indien, Persien und Nordafrika
verbreitete. Die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus machte die
Europäer unabhäng von den teuren Importen des "weißen
Goldes". Heute sehen einige im billigen weißen Zucker
die "Indianische Rache" für den Diebstahl eines
ganzen Kontinents: Raffineriezucker wird heute als Hauptursache
für die meisten Zivilisationskrankheiten gesehen.
"Zucker ist die Substanz, die uns innerlich stützt...
uns Selbst-Bewusstheit gibt... und eine starke und definierte
Persönlichkeit, ausgedrückt in einem starkes Ego,
gibt. In Ländern, in denen - statistisch gesehen - wenig
Zucker konsumiert wird, haben die Menschen weniger stark definierte
Persönlichkeiten als in den Ländern, wo man mehr
Zucker isst."
(Rudolf Steiner, Nutrition and Stimulants)
Mandala
Mandalas (Sanskrit für Kreis) sind eine alte Kunstform
des Tibetischen Buddhismus. Klassischerweise versteht man unter
Mandalas Zeichnungen dreidimensionaler Formen die meist aus farbigem
Sand, pulverisierten Blütenblättern, Kräutern
oder Körnern, manchmal auch pulverisierten Steinen hergestellt
werden. Wenn das Mandala fertig ist, wird, um die Impermanenz
alles Seienden zu zeigen, der Sand zusammengekehrt und in einen
nahen Fluss oder Strom gestreut, damit das Wasser die heilenden
Energien durch die Welt tragen kann.
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