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Hommage an...
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Hommage an...
Kurzbeschreibung - Teilnehmer - Besucher -
Theorie I - Theorie II
Teilnehmer/innen der Installation während Kunst in Sendling
2006 (in Klammern jeweils die hommagierte Person) waren: Andreas
P. Schulz (Otto
Dreßler), Barbara Keil (Maria
Weiß), Elena Ilina (Friedrich
Hölderlin), Hermann Posch (Emanuel
Swedenborg), James Blackforest (Robert
Lax), Karin Ulrike Soika (Shirley
Horn), Kurt Huber (Ovid), Sophie
Rank (José de Ribera und die
Epoche der Romanik), Wolfgang End (Van
Gogh), Wolfgang Z. Keller (Joseph
Beuys)
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Andreas P. Schulz: Hommage an Otto Dreßler
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Hommage an... Otto Dreßler
Andreas P. Schulz, München
Geschichte machen - Mein lustiges Barrikadenspiel
Jedesmal wenn alte und neue Nazis wieder einmal
demonstrativ aus ihren Löchern kriechen, rufen die offiziellen
Großkopferten
dazu auf, sich ihnen entschlossen entgegenzustellen und den
braunen Spuk nicht zu dulden.
Jedesmal nehmen meine Kinder diese Aufrufe ernst und die demokratisch
gewählten Politiker beim Wort.
Jedesmal werden sie dann bedrängt, genötigt, verfolgt
und verletzt.
Jedesmal nicht durch die Nazis, sondern durch die Polizisten
unserer freiheitlichen Schönwetterdemokratie.
So entwickelten sich meine Kinder in kurzer Zeit von engagierten
Jugendlichen zu erwachsenen Zynikern.
Bei der Frage: "Wie schütze ich meine Kinder?" kam
mir der Verfremdungskünstler Otto Dressler in den Sinn,
der all seine Kunst in den Dienst der Menschlichkeit und einer
fruchtbaren
Erinnerung stellte, seinen Finger in offene Wunden hielt und
so seinen Beitrag zur Heilung unserer Gesellschaft leisten
wollte.
Die nachhaltige Wirkung seiner Aktionen und Installationen
haben mich bewegt und ermutigt.
Die Kiste habe ich aus den Überresten des Kinderzimmers gebastelt;
die Beschläge habe ich in einem der hierzulande so beliebten
Baumärkte gekauft; die Großkopf-Steine aber stammen
von der Erweiterungsbaustelle eines Münchener Partyservice,
anscheinend haben die Großkopferten hier immer etwas zu feiern. |
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Barbara Keil: Hommage an Maria Weiß
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Barbara Keil: Hommage an Maria Weiß
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Hommage an... Maria Weiß
Barbara Keil, Wolfratshausen b. München
Ich schätze an Maria Weiß ihre positive Einstellung
zu ihrem sehr schwierigen Leben. Sie sagte: "Es ist, wie es
ist, und damit..."
Das bewegt mich positiv in meinem Leben.
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Elena Ilina: Hommage an Friedrich Hölderlin
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Elena Ilina: Hommage an Friedrich Hölderlin
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Elena Ilina: Hommage an Friedrich Hölderlin
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Hommage an... Friedrich Hölderlin
Elena Ilina, München
Durch Hölderlin erfuhr ich zum ersten mal die
damals für mich (mit 18 Jahren) schockierende Wahrheit über
die Ambivalenz des Lebens. Seine zweite Botschaft war, dass man daraus
etwas Schönes machen kann, und die dritte, dass der Preis dafür
ziemlich hoch sein kann. Es ging um das Leben, nicht um die Kunst.
Diese Installation, die ursprünglich aus verfremdeten Abfällen
des Friedhofs am Harras gedacht war, ist nicht vollendet und nicht
realisiert worden. Aber gerade dieser Zustand zwischen dem Nicht-Ganz-Geboren-Werden
und dem Nicht-Endgültig-Gestorben-Sein gibt die flüchtige
Empfindung wieder von den Augenblicken, in denen wir uns der Ambivalenz
unserer Erfahrungen und der Unzulänglichkeit unseres Denkens
bewusst werden.
Es kann ein langer Weg sein bis zu der Schnittstelle, wo Poesie
sichtbar oder spürbar wird. Es ist wie ein Brief von Diotima,
eine lang ersehnte Antwort auf unzählige Versuche. |
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Hermann Posch: Hommage an Emanuel Swedenborg
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Hommage an... Emanuel Swedenborg
Hermann Posch, München
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James Blackforest: Hommage an Robert Lax
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James Blackforest: Hommage an Robert Lax
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James Blackforest: Hommage an Robert Lax
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Hommage an... Robert Lax
James Blackforest, Puchheim b. München, Web
Ich bewundere Robert Lax, weil er die Einfachheit auf den Punkt
brachte.
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Karin Ulrike Soika: Hommage an Shirley Horn
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Karin Ulrike Soika: Hommage an Shirley Horn
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Hommage an... Shirley Horn
Karin Ulrike Soika, München, www.soika.com
We won't forget you!
Nachts. Bei der Musik von Shirley Horn fallen
immer die Nächte
ein: New Yorker Nächte. Regennächte. Samtene Nächte.
In New York habe ich Shirley Horn's Musik für mich entdeckt,
sie, die ich für ihren Mut bewundere, sich allen ihren Gefühlen
zu stellen. Und, wenn es einmal nicht klappt: ihre Niederlagen
hocherhobenen Hauptes einzustecken. Denn in New York bin ich auch
gegen Mauern gelaufen. Es gibt Dinge, die habe ich nie erreicht.
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Kurt Huber: Hommage an Ovid
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Hommage an... Ovid
Kurt Huber, München
Ovid ist für mich eine wunderbare Inspirationsquelle. Seine poetische
und bildliche Sprache fasziniert mich immer aufs Neue.
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Sophie Rank: Hommage an José de Ribera
und die Epoche der Romanik
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Sophie Rank: Hommage an José de Ribera
und die Epoche der Romanik
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Sophie Rank: Hommage an José de Ribera
und die Epoche der Romanik
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Hommage an... José de Ribera und die Epoche
der Romanik
Sophie Rank, München, www.sophierank.de
An der Romanik fasziniert mich die Phantasie in der Menschendarstellung,
oft auch verknüpft mit Tier- bzw. Fabelwesen, ebenso die serielle
Wiederholung.
Jose Riberas liegende, fallende , geworfene Personen führten
in der Essenz zu dem von mir seit Jahren bearbeiteten Zeichen.
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Wolfgang End: Hommage an Van Gogh
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Wolfgang End: Hommage an Van Gogh
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Hommage an... Van Gogh
Wolfgang End, Puchheim b. München, www.wolfgang-end.de
Ich bewundere die Vorlieben van Gogh zu den einfachen Menschen
und alltäglichen Motiven.
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Wolfgang Z. Keller: Hommage an Joseph Beuys
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Wolfgang Z. Keller: Hommage an Joseph Beuys
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Wolfgang Z. Keller: Hommage an Joseph Beuys
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Hommage an... Joseph Beuys
Wolfgang Z. Keller, München, www.wolfgang-z-keller.de
Liebe Karin!
- Ich nenne meine Hommage an Beuys: "Joseph, liebster
Joseph mein, hilf mir wiegen mein Kindelein!"
- Kurz, nachdem ich mich zur Kunst entschlossen hatte, las
ich Anfang 1994 von einer großen Beuys-Retrospektive in
Zürich.
Ich hatte schon manchmal von ihm gehört und auf der
Dokumenta 1972 anläßlich seiner 100-Tage-Diskussion
auch ein paar Minuten mit ihm geredet. Nun wollte ich endlich
einmal sehen,
was er denn so "gemacht" hat. Nach einer Stunde
im Kunsthaus Zürich sagte ich zu meinen Freunden mit
der arglosen Naivität des Anfängers: "Der
macht ja das Gleiche wie ich!"
- Ich habe mir dieser Tage - zur Vorbereitung meiner Arbeit
- nochmal das Beuys-Buch von Heiner Stachelhaus vorgeknöpft.
Und fast möchte ich verzagen angesichts der beschriebenen,
ungeheuren Intensität und Theoriekraft, mit der dieser
Joseph B. seine Kunst betrieben hat. Und doch spüre
ich auch wieder Elemente dieser inneren Nähe und Verbundenheit.
Da hilft nur Demut, Selbstbewußtsein und bitten
um Beistand...
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