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Toleranz, Collage, 2003
TOLERANZ
Collage, 2003

Krankheit und Tod

das tiefe Unglücklich sein
das sterben-wollen.

Krankheit und Tod waren (ich hoffe jetzt, waren, irgendwie ist das momentan nicht mehr so aktuell) sehr lange Zeit ein Thema für mich. Schließlich sind meine Eltern gestorben, als ich noch sehr klein war, aber nicht irgendwie "tragisch in einem Verkehrsunfall", sondern beide, im Abstand von 3 Jahren, in Krankenhäusern, an verschiedenen Krankheiten.

Was ist Krankheit, und warum führt sie manchmal zum Tod?

"Hacerte feliz es lo más importante."
Wenn ich gut ohne jemanden leben kann, also niemanden
mehr brauche, dann ist das, was da an Gefühl übrigbleibt, wohl LIEBE.

Über viele Jahre hinweg beschäftigte ich mich intensiv mit Religionssystemen und Philosophien, aber auch traditionellen und holistischen Heilmethoden. Teilweise ließ ich dabei "meine Kunst" wirklich schleifen, das Thema "Krankheit" liess mich einfach nicht mehr los.

Anfang 1999, nachdem ich wochenlang an eine Heilkräuter-Pflanzentabelle gearbeitet hatte, traf mich eine Erkenntnis plötzlich wie ein Schlag: Vielleicht hatte ich jahrelang unbewußt-verzweifelt nach dem "magischen Kraut" gesucht, das meine Eltern gerettet hätte. Und plötzlich fand ich: es gibt jede Menge davon und mir wurde klar: sie sind gar nicht gestorben wegen "ärztlichem Versagen", oder "fehlenden Heilmethoden"- sondern sie wollten gehen.

Diese Einsicht erschütterte mich, machte mich einerseits "traurig", aber auch irgendwo froh: Denn plötzlich wurde mir klar, dass unser (Lebens-)WILLE das allerwichtigste ist.

Daher auch "Wille" als ein zentrales Thema meiner Bilder: die Entscheidung, die Farbe, die Linie.

Ein Bild als reinster Ausdruck meines Willens.

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