Krankheit und Tod
das tiefe Unglücklich sein
das sterben-wollen.
Krankheit und Tod waren (ich hoffe jetzt, waren, irgendwie ist
das momentan nicht mehr so aktuell) sehr lange Zeit ein Thema
für mich. Schließlich sind meine Eltern gestorben,
als ich noch sehr klein war, aber nicht irgendwie "tragisch
in einem Verkehrsunfall", sondern beide, im Abstand von
3 Jahren, in Krankenhäusern, an verschiedenen Krankheiten.
Was ist Krankheit, und warum führt sie manchmal zum Tod?
"Hacerte feliz es lo más importante."
Wenn ich gut ohne jemanden leben kann, also niemanden
mehr brauche, dann ist das, was da an Gefühl übrigbleibt,
wohl LIEBE.
Über viele Jahre hinweg beschäftigte ich mich intensiv
mit Religionssystemen und Philosophien, aber auch traditionellen
und holistischen Heilmethoden. Teilweise ließ ich dabei "meine
Kunst" wirklich schleifen, das Thema "Krankheit" liess
mich einfach nicht mehr los.
Anfang 1999, nachdem ich wochenlang an eine Heilkräuter-Pflanzentabelle gearbeitet
hatte, traf mich eine Erkenntnis plötzlich wie ein Schlag:
Vielleicht hatte ich jahrelang unbewußt-verzweifelt nach
dem "magischen Kraut" gesucht, das meine Eltern gerettet
hätte. Und plötzlich fand ich: es gibt jede Menge davon
und mir wurde klar: sie sind gar nicht gestorben wegen "ärztlichem
Versagen", oder "fehlenden Heilmethoden"- sondern
sie wollten gehen.
Diese Einsicht erschütterte mich, machte mich einerseits "traurig",
aber auch irgendwo froh: Denn plötzlich wurde mir klar,
dass unser (Lebens-)WILLE das allerwichtigste ist.
Daher auch "Wille" als ein zentrales Thema meiner
Bilder: die Entscheidung, die Farbe, die Linie.
Ein Bild als reinster Ausdruck meines Willens.
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