September 11, and I was in New
York. I was home, and when I got up, all the news were on the radio.
And on TV. Here you'll find first my little personal analysis of
the events, and then some of the impressions, some of the mails
and comments I received on and following September 11.
20.September 2001
Meine kleine Analyse der Ereignisse (english)
ERSTENS: das Kriegsgeschrei
Angesichts der "angstvollen Stimmung" (und die Medien)
ist ja interessant sich daran zu erinnern, dass Bush nur mit
einer haardünnen Mehrheit Präsident geworden ist. Seine
Anfangszeit war schwierig, denn die Hälfte der Nation war
ja für den anderen Präsidetschaftskandidaten gewesen.
Mit den Ereignissen jetzt, und den Drohgebärden, ist Amerika
plötzlich EIN VOLK und steht geschlossen hinter Bush.
Das Militär ist auch happy, denen wurden ja die Budgets
mehr und mehr gekürzt, und plötzlich kriegen sie wieder
alles, was sie sich wünschen. Und der CIA - ist, weil man
ihn nach Ende des Kalten Krieges nicht mehr brauchte, zu einer "Umweltschutzdienst" umformiert
worden. Stell Dir vor wie all die kleinen "James Bonds" mußten
auf einmal "Wilderer und Fallensteller" jagen müssen,
und Müll im Unterholz zusammensuchen... Die sind sicherlich
auch froh, dass sie jetzt wieder spionieren dürfen!
ZWEITENS: die Angst der "einfachen Leute"
Viele Leute haben jetzt natürlich Angst, dass es sie "trifft",
und sie das nächste Mal in einem gekidnapten Flugzeug sitzen.
Aber: ist es tatsächlich schlimmer, in so einem Event zu
sterben, als vielleicht in einem blöden Geisterfahrer-Unfall
auf der Autobahn? Ich glaube einfach, dass der Geisterfahrerunfall
ist für uns (=die wir in westlichen Industrienationen leben)
statistisch eher wahrscheinlich ist. Davor kommt in bez. auf
Wahrscheinlichkeit vielleicht noch der Krebstod. So gesehen ist
KEINE Aussicht ist so "toll".
DRITTENS: Manifestation der "inneren Angst"
Sind die Leute, die im WTC gearbeitet haben, "gerne" in
die Arbeit gegangen? So wie Du, der Du wahrlich gerne programmierst,
und es auch tun würdest, wenn man Dich nicht bezahlen würde?
Oder gingen sie aus - EXISTENZANGST? Weil das Haus, das Auto,
der Kredit abbezahlt werden muss, weil sonst der Gerichtsvollzieher
kommt, weil sie sonst auf der Straße stehen? 99 % der Leute
bewegen sich (in die Arbeit, in der Arbeit, bei allem) aus Angst.
Dass sonst etwas ganz schlimmes passiert.
Und ebendiese Angst manifestiert sich,
verdichtet sich, und heraus kommt: der Terrorist. Der Terrorist
ist die Manifestation der Angst IN den Leuten.
Deswegen löst es nichts, wenn man jetzt den Terroristen
eliminiert. Es würde (wird...) sich sofort wieder ein neuer,
schlimmerer bilden.
Viertens: Todesangst
(Jane hat mich vorhin gerade angerufen, und im Gespräch
mit ihr kam mir die Idee).
Die Grundlage ist, dass die Leute "Angst vor dem Tod" haben.
Aber wer sagt den, der Tod ist so schlimm? Es ist vielleicht
einfach nur eine "andere Dimension", anders, aber "auch
toll".
So wie 2 Wohnsitze. So wie ich. München. New York. Entweder
bin ich hier. Oder dort. New York ist toll. Aber wenn ich in
München bin, bin ich auch nicht traurig. Dort ist es auch
toll, anders toll halt.
Sind halt jetzt 5000 Leute einfach so mal schnell nach "München" gebeamt
worden. Wenn wir auch nach "München" kommen, sehen
wir sie wieder. Oder sie kommen wieder nach "New York",
wenn sie genug von "München" haben. Gut, ist immer
ein wenig Abschiedsschmerz, aber hüben wie drüben gewinnt
man Freunde, und die, die zurückbleiben, bei denen geht
es auch weiter.
Die Ironie ist: die Terroristen wollen uns Angst machen, indem
sie uns drohen, uns das Leben zu nehmen. ABER DAS VERLIEREN WIR
DOCH EH FRÜHER ODER SPÄTER! Irgendwie "gehört" uns
das Leben doch nicht. Und so gesehen ist die Drohung der Terroristen:
absurd. (Ich weiss nicht, ob Du diese Überlegung nachvollziehen
kannst, aber sie ist irgendwie... wahr.)
Wahrscheinlich ist es ebendiese TODESANGST, die die Terroristen
in die Existenz bringt.
FÜNFTENS: Panikmache
Vor 30 min ruft ein Bekannter an: bei Alarm sofort in den Keller.
Das sind dann Giftgasangriffe, und weil die Gase nach oben steigen,
ist man im Keller sicher. Daneben wieder mal die fotokopierten
Schmierzettel mit den Abschriften der Prophezeihungen des Nostradamus.
Genauso wie zu Silvester 2000, da sollte auch die Welt untergehen.
Und jezt schon wieder... Allmählich langweilt es mich!
Ein Phänomen ist, dass der, der diese düsteren Prophezeiungen
macht (oder sie auch nur hier seinen Mitbürgern weitergibt),
der allerinteressanteste ist, alle wollen mehr und mehr von ihm
hören, sie "geifern" regelrecht nach düsteren
Vorahnungen.
Und wenn ich sage: "Alles wird gut!", dann will das
keiner hören. Das ist die Dummheit der Leute, wirklich!
Deswegen sage ich: NIX wird vorerst mehr passieren. Jetzt
haben die "Leute" erst einmal was zu "verdauen",
zu bearbeiten, in ihren Seelen. Das lang jetzt erst einmal.
Wozu sollen weitere Kathastrophen gut sein? Die "Angst" hat
sich manifestiert, jetzt gilt es, sie zu bewältigen!
Das ist es für den Moment,
Liebe Grüße,
Karin
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My little analysis of the
events
FIRST: The Many Voices Shouting "War!"
In view of the "general fearful state of mind" (and
the way the media are currently shaping public opinion) is to
be remembered that Mr. Bush became president only with a very
slight majority. His beginnings were difficult, as half of the
nation had voted for the other candidate. With the current events,
and the "power show-off", the United States suddenly
is ONE people, standing unanimously behind President Bush.
The military is content as well, as during the past years, with
the Cold War over, their budgets constantly had been reduced.
Now, with a new "enemy" in sight, they can count on
increased money available to them. The same is true for the CIA
- bereft of its purpose of being it had been converted into an "environmental
protection service". Imagine all those little "James
Bonds" hunting "wilders and trappers", and geezeing
the in the brushwood. Now they can resume spying.
So do not take anything for granted that is being voiced aloud.
Pointing at the "bad guys" is a successful technique
to distract from the real issues and push own interests instead.
SECONDLY: The Anxiety of the "Common People"
Many people have now feel an anxiety that it "will be them
next" sitting in the hijacked airplane. But: is death in
such an event actually worse than, let's say, to die in a fatal
accident on the freeway? Statistics are probably higher for us
(= living in western civilized countries) to die in such an event
(the accident) than the kidnapping version. And statistics are
then probably even more high for a death due to a cancerous disease.
Seen that way: neither outlook seems very appealing. (so: why
bother worrying...)
THIRD: Manifestation of the "Innermost Fear"
Did the people who worked in the WTC go "joyfully" to
work? The people who really "work out of pure joy in what
they are doing", are very few. So: what did move them? The
next payment on the new house, the new car, the credit card.
The prospect that otherwise they will loose everything and "end
up on the street". It is existential fear that moves 99
% of the people. The fear of something "horrible" to
happen.
And just this fear manifested itself, condensed in human form,
in a "terrorist".
The terrorist born out of the fear INSIDE the people ("The
true enemy is within"... never heard this famous wisdom
in one of the karate kid movies?).
Therefore nothing will be solved by eliminating the "terrorist" now.
It would come back into form very soon and grow even worse.
Fourth: Fear of Death
The basis of all is that people are afraid of "death".
But who says that death so bad? It is perhaps just another "dimension",
not better nor worse than ours.
Maybe it is like having two residencies. Like I have. Munich.
New York. Either I am here. Or there. New York is fine. But if
I am in Munich, I am just as happy. Both are fine. Fine in different
ways.
Maybe now 5000 people all of a sudden have been beamed to "Munich".
(And, on a level of consciousness, they had agreed to the voyage!)
When we some time later will travel to "Munich" as
well, we will see them again. Or they come back again "New
York": with new cloth and totally refreshed. OK, there will
always be some tears and pains in departure, just as any voyage.
But once arrived at the new place, one makes new friends. And
the ones left behind will continue their lives.
The big irony is: the terrorists want to threaten us with taking
our "life" from us. But our "life" is not "ours" anyway.
So the terrorists' threat is somehow absurd. It is probably just
our human FEAR OF DEATH that brings them into the existence.
FIFTH: Seeding Fear
30 min ago, an acquaintance calls me: in case I hear an alarm
I should immediately hide in the basement. This is then an attack
with biological weapons. And because gases climb towards the
top, one is rather safe in the basement. Besides that once again
once xeroxed slips of paper are showing up with some "prophecies" of
Nostradamus, practically predicting the "End of the World".
Just the same stuff we had at the eve of 2000, when everybody
thought of the end. Now again. Give me a break!
It is a phenomenon that the one with the gloomiest prophecies
gets the most attention. And if I say: "everything will
work out fine!" no one gives a penny for that (so to say...)
Somehow people are "crazily in love" with states of
fear.
That is why I say: That is it for the moment. Enough has
happened, so now people have to "digest" their impression,
to do some "soul-work". What for more catastrophe? "Fear" has
manifested itself, now it is the time to master it.
Light and Love!
Karin
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11. September 2001
Subject: was ist denn da los?
wie gehts dir denn?
Ralph
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Ella und ich hoffen, Du und Dein Alter seid unverletzt und gut
in Schuss.
Gib uns Bescheid, was mit Dir los ist!
Ich hoffe, dass die USA sofort Krieg gegen die Staaten im Mittleren
Osten führen und diese Länder besetzen, so dass sie
dann während der nächsten 50 Jahre unter UNO-Protektorat
gestellt werden.
Diese minderwertigen Scheißkanacken wollen "die Erde
mit Feuer und Schwert" zwangsislamisieren, wie das ihr damaliges
afghanisches Oberarschloch vor 30 Jahren während eines Interviews
im deutschen Fernsehen ausdrückte.
Viele Grüße,
Dieter
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12. September 2001
Dear friends,
Many thanks to all of you, for your mails, your calls, and your
interest in the events here in New York.
Yes, we are all well, and all our friends, as far as we know.
René is fine as well. He is 1 1/2 hours north of NY doing
a job. He couldn't get through calling until yesterday evening.
Also e-mail is somewhat difficult, it took me long to connect
to the server.
What makes me feel quite depressed is TV news reporting, 24
h speaking of disaster, without any break, not even for publicity.
We only can receive 4 channels (of about 12 we usually get via
antennae), and its depressing news only, live from the disaster
zone).
I just spoke with my girlfriend on the phone, and we decided
no longer to watch TV. Because as soon as you turn it on, you
get so hooked, that you almost cannot switch it off any more.
Yesterday ngith I almost couldn't sleep with the burden of these
images in my head.
Who is not yet traumatized, gets traumatized by watching the
news now. (one hour ago another girlfriend of mine called me
from Berlin, crying, she couldn't get throught, hoping that I
was fine. I guess the news reporting are the same on all continents.)
Somehow all of a sudden I have a better understanding of the
American mentality. We Europeans often laugh over them, with
their baggy jogging pants and their hamburgers and coke. Being
here I suddenly understand that for them FREEDOM (and this includes
freedom of anxiety and terror) is the most important thing to
them. And this is an attitude I can identify with. For me, freedom
is also the highest good. And the terrorists come out of "narrowness
and anxiety".
The reactions here were sorrow, understandably, but also: FURY.
This really surprised me. I would have assumed sorrow and consternation,
but FURY? But the Americans now actually feel furious. Furious
that somebody dared to attack this very core of their nation,
their freedom, the joy, the lightness of heart.
Today a psychoanalyst spoke on television about the "symbolic
castration" of America (with the towers being phallic symbols).
I thought about the same thing (the symbolism of the towers)
yesterday evening in bed but my conclusion is that "2" is
a female number. In Santo Domingo (Dominican Republic) at the
Malecon (the highway along the Ocean), they have two obelisks,
one carries the nicknname "macho" (=male), that is
the common looking obelisk, and the other one is called "hembra" (=female),
that one looks a bit like a tuning fork, a large "U" .
And the two towers remind me rather of the later one, the female
obleliks. So for me they are not a symbol of the phallus, but
of femaleness.
And as far as I now, the place where "thinking" of
those terrorists has its origin, is the same region where women
are suppressed most.
The occurrences are like the outbreak of long smoldering conflicts.
Like a pimple that breaks open. It is the clashing of different
points of views onto life. Freedom versus fear. But I know also
that the terrorists now have overstretches it. A little bomb,
an attempt of terror and destruction, and the "game" would
continue like that eternally. But to make collaps these two towers
with all those people inside, is simply too much. Because with
these extreme events one thing became clear to the Americans:
the towers are destroyed, but they were only building made out
of stone. The terrorists can collapse towers, but with this act
they are far from touching the very foundations and convictions
of this nation: that freedom is their most important asset. And
the feeling after this tragedy here is somehow: well, we suffered
material losses and lost loved ones. But we are STRONG. We have
something what no terrorist can ever destroy. Our conviction.
Knowing who we are: free people.
(Last Thursday (6.9.) I accompanied René to his oath
ceremony - he now finally became an American citizen. The judge
who conducted the ceremony spoke of her own experience, being
a first generation immigrant herself: how she herself came over
to this country as an infant on a boat fromChina. And nowadays
she is a judge. That she would never have been able to become
in China; (I am apparently now on a kind of "trip" à la: "getting
in touch with America....-))
Anyway... the way the situation feels right now here, above
all here in the suburbs where I reside, is calmness and peacefulness.
And it strangely reminds me of the way the atmosphere felt after
experiencing Hurrican George in Dominican Republic 4 years ago.
A very special tranquillity.
That's it for the moment.
With best regards, and love to all of you,
Karin
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Hi Everyone,
This is to let you know we're OK but stunned by today's events,
as is all the World I guess. We went over to Broadway to food
shop around 11 AM. People were streaming north in great quantities,
walking home from their places of work, since the subways were
all out and the buses packed. One man we passed was saying "September
11th, a day of infamy". It WAS a bit like the Pearl Harbor
sneak attack I guess. I thought one positive aspect though was
to make us realize the most important part of our lives is our
loved ones, not our day to day business. I made a conscious effort
to keep a calm, positive outlook and avoid thoughts of retaliation
which only makes for more turmoil inme personally and in the
world situation too, as we have seen in the Middle East.
Around 4 PM we went to sit in the park by the river to commune
with nature and calm ourselves. It was a beautiful, sunny day
and the park was crowded with joggers, bikers, walkers and in-line
skaters. You wouldn't have guessed it was a harrowing day, except
one skater was calling for Type B-Negative blood donors. (Our
neighbor Hugh tried to give blood today but it was too crowded
to get in.) We could see a lot of buses going to NJ on the GWB
but no traffic the other way. We assume the police set this up
to get the commuters home in spite of the bridges and tunnels
being closed to vehicles. We heard they were open to foot traffic
though, and that ferries were taking a lot of people to NJ too.
The wind took the smoke and dust east toward Brooklyn so we were
spared that. I wonder when travel to and from NY will get back
to "normal", whatever that is. We were planning to
drive to Philly this Friday to visit a friend and see relatives
the next day. My cousin Darcy is having a 35th anniversary party.
But who knows at this point what will be possible or what may
occur between now and then. Hopefully things will quiet down.
Love to you all from us both, Lois and Ted
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Seid Ihr OK?
Wir sind hier alle völlig fertig, keiner kann wirklicharbeiten.
Das ist einfach unglaublich. Wir sind alle sprachlos. Ich hoffe
Ihr seid alle ok - Du und Renee - und natürlich eure Freunde
und Bekannte.
Laßt unbedingt bald von Euch hören
Jane
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Hallo Karin,
wie geht es dir.
das ist ja alles der wahnsinn!
Gruss
Ralph
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Hallo Karin,
hoffentlich bist Du ok. Ich weiss ja nicht wo Du wohnst oder
wo Du gestern warst?
Tiefe trauer erfüllt unsere Herzen,der himmel bei uns trauert
mit und mir ist als weinte auch er darüber dass menschen
so gemein sein können.Es bleibt zu hoffen die vergeltung
trifft nur die Schuldigen und nicht auch Unschuldige, BRAVE UND
KINDER.
Wieder einmal wäre ich froh ich könnte glauben was
die Zeugen Jehovas sagen:dass alle wieder leben werden einst.
herzlichst grüßt
Herbert
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13. September 2001
Hi Karin
Just dropping you a quick note to make sure you're all okay.
Words really do fail me at a time like this, I really don't think
that anyone can really fully comprehend the full gravity of the
horror and what this means to the whole world. I just pray that
it doesn't result in a global war. Anyway, you're in my prayers.
om shanti
Fiona xoxo
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14.September 2001
Hallo Karin,
gut dass es dir gut geht :-)))
Das mit der Nachrichten in Amerika habe ich schon von verschiedenen
Seiten gehört. Das muss echt komisch sein. Vielleich wie
wenn man hier nur noch Bild-Zeitungen lesen würde.
Die Berichte lese ich eigentlich nur im Spiegel online. Und
dort ist releativ schnell eine sehr gute und eben nicht nur sensationsoritentierte
Berichterstattung eingekehrt.
Laut Hans (einer bei BMW) ist das zum Beispiel bei CNN-online
schon wieder ganz anders. Dort sind nur immer so oberflächliche
Sensationsmeldungen, die nie abzureissen scheinen :-(. Und der
Daniel (ein Bulgare) schwört hier auf Rusische Internet-Seiten,
die wieder ganz anders berichten - anscheinend sehr sehr viel
Hintergrund - politsche Infos, die man auch hier in Deutschland
eingentlich eher vermisst. Nato Bündnissfall ? - was heist
dass jetzt - usw...
Ja - dass was du über die Freiheit schreibst stimmt. Amerika
unterdrückt (glaube ich) niemanden
Gruss
Ralph
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Dear Karin
We hope that you all are fine and pray for your wellbeing from
the ashram.
Take care
Mani
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Karin,
sorry i forgot that youe are in EEUU sorry sorry , if i knew
this i had called.
Im so happy that you and your friend (o novio, jeje) are well, the problem
is that you are traveling all the time.
send you greeting and i will writte you
your friend gustavo
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Hola Karin!!...Me alegro que estes bien....realmente comparto
todo tus sentimientos, tenes mucha razón...yo también
decidi no prender la TV por lo menos hasta que viene Alipio,
ya que cada vez que uno ve esas imagenes se va deprimiendo cada
vez más.
Yo siempre he tenido esa 'opresion' de que algo pasara en esta
ciudad, precisamente en Wall Street, o justamente las torres
que eran los iconos del capitalismo...pensar que ahora el Empire
State es el edificio mas alto. Horror es la palabra.
En ese momento nos hicieron bajar del tren en la 23, no entendia
nada, estaba la gente en la calle, cuando viré la cabeza
vi las torres en llamas (en ese momento no sabia que quedaba
una), inconsciente creyendo que se trataba de un incendio segui
bajando y en la 14 vi como se desplomaba...lloraba y gritaba....igualmente
saqué unas fotos del momento..asi que me volvi caminado
hasta Queens....
Acá fue un continuo recibimiento de llamadas e e-mails
para ver como nos encontrabamos, realmente la noticia causo impacto
mundial.
Felicitaciones por la ciudadanéa...René te habra
contado de nuestro rápido casamiento pero todo quedo opacado
por esto...
Besos Grandes
Silvina
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16.September 2001
Hallo Karin,
vielen Dank für Dein Mail und Deine Eindrücke von
der Situation. Wie Du schon richtig geschrieben hast, auch hier
in Deutschland sind alle geschockt, und in den Medien wird laufend über
die Terroranschläge berichtet. In den ersten Stunden nach
dem Anschlag dachte man, das leben geht nicht mehr weiter, es
war nur noch Trauer und Lähmung in der Bevölkerung.
Viele Veranstaltungen wurden sofort abgesagt. Auch über
eine Absage des Oktoberfestes wurde sofort nachgedacht, man kam
jedoch zu dem Entschluss die Ereignisse der kommenden Tage abzuwarten,
bevor man am Mittwoch endgültig entscheidet (Tendenz derzeit
eher zu stattfinden).
Jetzt geht man das Thema schon wieder viel aggressiver an, trotzdem
noch überall Trauergottesdienste stattfinden und Kondolenzbücher
aufgelegt werden, wird sowohl in den Medien als auch durch die
Politiker das Thema Terrorismus heftig diskutiert. Der bayerische
Innenminister möchte alle Flugpassagiere durchsuchen und
jedes Gepäckstück per Hand prüfen, ob evtl. gefährliche
Gegenstände drin sind. Ich für meinen Teil weiss nicht,
ob das der richtige Weg ist, ich denke die Politiker haben noch
nicht kapiert, dass es nichts bringt, die Flughäfen bzw.
den gesamten Flugbereich sicherer zu machen, denn es gibt dann
sicher andere Möglichkeiten, die solchen Fanatiker und Geistesgestörten
zur Vernichtung anderer Weltanschauungen einfällt. Bis Dienstag
hätte doch auch kein normaler Mensch sich vorstellen können,
dass einer auf die Idee kommt, mit einem vollbesetzten Flugzeug
das WTC zu zerstören.
Der Gedanke an eine Skyline von ny ohne die beiden Türme
schaudert mich immer wieder. Wenn ich die Fotos von meinem NY-Urlaub
anschaue, insbesondere die, auf denen wir beide dort oben standen.
Und dann kommt bei mir immer wieder die Erinnerung, wie schön
es dort oben war, ich hätte noch stundenlang dort oben stehen
können, so fasziniert war ich.
Hier in Deutschland, geht jetzt auch immer mehr die angst um,
in einen Krieg verwickelt zu werden. Nachdem unsere Politiker
sich einhellig dazu bekannt haben den U.S.A. in einer kriegerischen
Auseinandersetzung beizustehen, weiss keiner so recht was damit
auf den einzelnen zukommt. Und schließlich weiss ja auch
noch keiner was Präsident Bush sich als Gegenschlag ausgedacht
hat. Gewalt mit Gegengewalt zu bekämpfen ist wahrscheinlich
auch keine Lösung aber mit welchen Mitteln kann man diesen
Terroristen entgegentreten? Mit denen das Gespräch zu suchen
scheint sinnlos.
Ich denke wir alle haben neben der Trauer über das was
geschehen ist und der angst, dass sowas jederzeit wieder geschehen
kann, egal welche zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen es
gibt, und jeder darin verwickelt werden kann kommt bei jedem
einzelnen die Ungewißheit was noch auf uns zu kommt. neue
Gewalt, Krieg, Rezession bis hin zum einzelnen der vielleicht
auch um seine Existenz bangt. Keiner kann sagen, was die nächsten
Wochen bringen und der Mensch möchte von Natur aus doch
alles lieber planbar machen.
Ich denke im Moment nur daran, dass in all der Trauer und des
Schreckens ich doch auch sehr froh und dankbar sein muss, dass
keiner meiner Freunde und Familienangehörigen zu Schaden
gekommen ist, auch wenn das wohl sehr egoistisch ist, aber es
gibt mir Trost und die Hoffnung für die Zukunft. Ich glaube
einfach daran, dass das gute in den Menschen irgendwann siegt,
und das Leben seinen Gang nimmt, wie es geplant war. Deshalb
werde ich versuchen so weiterzuleben, wie vor dem 11.09.01 und
ich denke das ist gut so.
So jetzt habe ich aber ziemlich viel von mir und uns hier in
Deutschland geschrieben. sicher ist es für dich in NY sehr
schwierig wieder einen gewissen grad der Normalität zu erreichen,
denn das Unglück begegnet einem sicher auf vielen Wegen.
Ich wünsche Euch viel Kraft, dass ihr die kommenden Wochen
verarbeiten könnt, was passiert ist.
Viele liebe Grüße
Manuela
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17.September 2001
Dear Karin Soika,
We are very happy to hear that you are all safe and actually
we were thinking about you while watching the television. May
God guide mankind in the right way so that no more tragedies
happen.
with regards,
A.R.
Rajah Healthy Acres, Kerala, India
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Liebe Karin,
ich bin froh, dass bei Dir alles okay ist. Das Ganze ist sehr
bewegend und ich wäre sehr froh, wenn daraus kein Kriegsszenario
wird. Hier in Berlin wird Gott sei Dank sehr differenziert über
das Problem "zivilisierte Welt" und die Globalisierungsphänomene
gesprochen. Wenn Du willst, kann ich Dir auch Zeitungsartikel
zukommen lassen. Warst Du schon vor Ort?
Sorry, dass dies kein ausführlicher Brief wird, der kommt
später.
Sei herzlich umarmt
Rita
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18.September 2001
Liebe Manuela,
Danke für Dein langes Email.
Doch, ich finde, hier keht die Normalität wieder ein. Gut,
ich war noch nicht hier in Manhattan gewesen, und vielleicht
hat mir unser Wochenende geholfen: wir haben auf dem Flohmarkt
gebrauchte Videos gekauft & am WoE gekocht, hatten Freunde
zu Besuch & zum Essen, und haben ganz normal (lustige) Videos
angeschaut. Ich fühle mich Momentan auch Opfer der Medienmaschine.
Die Medien schlachten diesen Vorfall bewußt bis zum Gehtnichtmehr
aus. Und da sind auch politische Interessen dahinter: mit soviel
Bombadierung mit Schreckensbilder sind die Bürger eher bereit,
dem Präsidenten grünes Licht zu Vorgehen welcher Art
auch immer zu geben.
Ich lese hier regelmäßig Spiegel Online, denn "Informationen & Hintergründe" kriegt
man hier im Fernsehen ja nicht. (Focus Online ist übrigens
schon wieder sehr viel sensationslüsternder, finde ich.)
Heute ist ein Artikel drinnen, in dem es darum geht, "In
welchen Krieg" Präsident Busch denn jetzteigentlich
ziehen will. Es ist alles ziemlich kompliziert, man weiss eigentlich
garnicht genau, wie man die Terroristen strategisch am besten
erreichen soll...
Vorhin beim Lesen einiger Spiegel Artikel dachte ich mir: wahrscheinlich
werden wir das "Terroristenporblem" nie "lösen".
Vielleicht ist der Terror so ähnlich wie der Herpes-Virus:
egal wie weit die Medizin ist, immer mal wieder hast Du so eine
blöde Blase am Mund, und kannst nichts weiter machen, als
1 Wochen warten, bis sie von alleine abheilt. Man kannn noch
so viele tolle Cremes draufschmieren, letztendlich dauert es
doch immer 1 Woche.
Ich habe doch auch diesen Hurrican in der Dom. Rep miterlebt,
der dann ein paar Tage später ganz schlimm in Costa Rica
wütete. Dort wurden ganz viele Menschen unter Schlammlawinen
begraben. Vielleicht ist auch das so ein immer wiederkehrendes
Phänomen: große Mengen an Menschen kommen zu schaden.
Es berührt UNS mehr oder weniger je nach MEDIENPRÄSENZ....Fernsehen
verzerrt unsere Realität....
Liebe Grüße,
Karin
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