23 April 2006

Cy Twombly

Bin bei Cy Twombly, in der Alten Pinakothek.

Endlich wieder GUTE, gewichtige Kunst. Sie... LEBT. Sie hat definitiv eine Aura. Sie berührt mein Herz...

KRAFT. Darum geht es (für mich) in Cy Twomblys Kunst. Die Kraft (das Vermögen), (Dinge) zu materialisieren, Gedanken, Un-materielles in die materielle Welt zu tragen, aus dem Geistigen in die Materie hinein. Diese Arbeiten sind sehr unmittelbar. Sie sind-so - und nicht, anschließend, nachdem sie ins Leben geworfen sind, nachträglich geschönt und nach ästhetischen Kriterien zurechtgestutzt. Sie sind grob, unbehauen, wie ein Holzblock und gerade deswegen: in ihrer vollen Kraft.

Kraftvolle Arbeit in unserer raffinierten (=verfeinerten), zivilisierten, modernen Welt. Wie ein Stück Natur - und doch nicht: Im Unterschied zur Natur ist KUNST von Menschenhand geschaffen. Die Natur wird vom LEBEN (von Gott) geschaffen, und der Mensch ist auf ebendiese Weise in die (materielle) Welt gelangt.

Und nun schafft, erzeugt ER etwas.

Ein Zeichen...
DAS ist Kunst.

(Das alles schreib ich, am Fenster stehend, mit stetem Blick auf die wunderbare Skulptur Nr. 8, ein Untitled, das, als ich später nachsehe, doch einen Titel hat: "OM MA NI PAD ME HUM"... Voilá!.
Schön!

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