01 Februar 2010

Werkserie von beeindruckender malerischer Dichte...

... schreibt Frau Kerschner von der Kunstzeitschrift UND in ihrem Editorial über meine Serie 64 Koans.

Und und und... mein Bild 09_47 Die Bedrängnis wurde zum Titelbild der aktuellen Ausgabe erkoren!


27 Januar 2010

Menschen im Arbeitstaumel

Ich hörte am Freitag, 22.01.10, auf Bayern2 eine Radiosendung zum Thema Arbeitswelt & Selbstausbeutung. Es ging um Fragen wie: "Wer achtet in Betrieben auf die Gesundheit und das Wohlbefinden, wenn dringend Ziele erreicht werden müssen?", "Wo ist die Grenze psychischer Belastbarkeit?" und den fatalen Umstand, dass sich Beschäftigte auch freiwillig selbst gefährden, weil sie ihren eigenen Ansprüchen unterliegen und die Zustände meist nicht als ein systemimmanentes Problem wahrnehmen, sondern als ihr ganz individuelles: Wenn jemand nicht mehr kann, wenn jemand krank wird, fühlt er/sie sich persönlich schuldig und allein mit seinem Versagen - anstatt grundsätzliche Kritik am extremen Leistungsdenken und Beschleunigungswahn, der unsere Gesellschaft beherrscht zu üben.

Sondersendung Bayern 2 zum Thema Beschleunigung in der Arbeitswelt: http://tinyurl.com/ylmdypy
Sendung nachhören: http://tinyurl.com/yfl6886


Weniger ist mehr

Am 25.01.10 berichtete die Süddeutsche Zeitung über ein radikales Experiment der Manager-Kaderschmiede Havard Buisness School zu ständige Verfügbarkeit und Arbeitseffektivität: die Havard-Forscher überredeten (!!) Mitarbeiter der Unternehmensberatung Boston Consulting Group dazu, eine ganzen Tag auszuspannen und nicht erreichbar zu sein - also auch keine Emails, kein Anrufbeantworter.
Einer [der am Experiment teilnehmenden Manager] beschrieb das Gefühl so: "Uns einen ganzen freien Tag aufzuzwingen war so, als ob man jemandem die rechte Hand auf dem Rücken festbindet, damit er lernt, die linke zu gebrauchen.

Wenn das also die Grundhaltung unserer Entscheidungsträger ist, dann wundert es mich eigentlich nicht mehr, dass unsere Arbeitswelt immer unmenschlicher wird (s. auch: "Menschen im Arbeitstaumel"). Ich glaube fast... diese Manager wissen wirklich nicht, wovon wir sprechen, wenn wir z. B. vor Solidarität und Miteinander reden und Selbst- und Fremdausbeutung sind für sie so eine Art... Sport?!

Hier der Artikel zum Nachlesen: http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/923/501181/text/

(PS: Das Fazit des Experiments war übrigens: die Arbeitssituation war insgesamt entspannter, die Probanden zufriedener als die Vollzeit-Gestreßten, die Zusammenarbeit und Arbeitsqualität besser und v. a.: auch die Kunden waren zufriedener)


Menschen im Arbeitstaumel

Ich hörte am Freitag,  22.01.10, auf Bayern2 eine Radiosendung zum Thema Arbeitswelt & Selbstausbeutung. Es ging um Fragen wie: "Wer achtet in Betrieben auf die Gesundheit und das Wohlbefinden, wenn dringend Ziele erreicht werden müssen?", "Wo ist die Grenze psychischer Belastbarkeit?" und den fatalen Umstand, dass sich Beschäftigte auch freiwillig selbst gefährden, weil sie ihren eigenen Ansprüchen unterliegen und die Zustände meist nicht als ein systemimmanentes Problem wahrnehmen, sondern als ihr ganz individuelles: Wenn jemand nicht mehr kann, wenn jemand krank wird, fühlt er/sie sich persönlich schuldig und allein mit seinem Versagen - anstatt grundsätzliche Kritik am extremen
Leistungsdenken und Beschleunigungswahn, der unsere Gesellschaft
beherrscht zu üben.
       
Sondersendung Bayern 2 zum Thema Beschleunigung in der Arbeitswelt:
http://www.br-online.de/bayern2/iq-wissenschaft-und-forschung/iq-feature-beschleunigung-ID1257184222189.xml
Sendung nachhören: http://tinyurl.com/yfl6886


15 Januar 2010

Mieten senken leicht gemacht

Ein Freundin schickt mir eben sehr brauchbare Tipps - total passend fürs #Glockenbachviertel ;-))!

Mit wenigen Handgriffen lässt sich das Erscheinungsbild ihrer Wohnung nach außen verschlechtern. Schon bald setzt der "broken windows effect" ein: Wohlhabende ziehen weg, Wohnungen sind nur noch schwer zu vermieten, die Preise purzeln in den Keller...

Und so geht's:
http://esregnetkaviar.de/relaunch/abwertungskit.html
Das Video dazu: http://esregnetkaviar.de/relaunch/videoabwertungskit.html


Meditation und Hirnforschung

Ich habe gerade eine sehr interessante Radiosendung zum Thema #Meditation und #Hirnforschung gehört:

Egal, ob ein Katholik den Rosenkranz betet, ein Buddhist "Om" singt oder sich Patienten regelmäßig eine halbe Stunde am Tag auf ihren Atem konzentrieren - bei allen sinkt der Blutdruck, die Atemzüge werden regelmäßiger, und die Hirnaktivität beruhigt sich...


Sendedaten: Bayern 2, 14.01.2010, Link zum Nachhören: http://tinyurl.com/lq6ntl


08 Januar 2010

Karin Künstlerin München

Gestern rief mich eine Frau an, ich auf einer sehr netten Silvesterparty kennengelernt hatte, um mich etwas zu fragen. Ich wunderte mich, wie sie an meine Telefonnummer kommt. Sie habe gegoogelt, meinte sie, und da sei meine Seite gleich gekommen.

?!. Sie kannte nur meinen Vornamen!!

http://tinyurl.com/ycuqlam

Aha.


22 Dezember 2009

Und jetzt: Fröhliche Weihnachten!




Relevanz von biologischen Systemen zum organisatorischen Design

Ich bin vor kurzem auf Tiefenökologie gestossen (Wikipedia und Links zu Bayern2-Beitrag) - s. BLOG. Mittlerweile habe ich weiterrecherchiert und gerade eben einen Text von Elisabet Sahtouris, einer kanadischen Evolutionsbiologin, Futuristin, Autorin und Beraterin, die sich mit der Relevanz von biologischen Systemen zum organisatorischen Design in Unternehmen, der Regierung und im Welthandel beschäftigt. Wer den Artikel selbst nachlesen will, hier der Link:
http://www.ratical.org/LifeWeb/Articles/globalize.html

Interessant und sehr hilfreich finde ich ihren Vergleich zwischen (gesunden) biologischen Systemen und Themen wie Globalisierung, unsere Wirtschaftsordung, der sozialer Entwicklung. Sie vergleicht die Welt mit unserem Körper - unterschiedliche Organe in einem System - unterschiedliche Nationen, Volksgruppen, Dörfer im anderen. In einem gesunden Körper arbeiten die unterschiedlichen Organsysteme harmonisch miteinander - und das wäre ein Bild, nach dem wir auch in unserer eigenen Entwicklung als Weltgemeinschaft streben sollten. Alle Organe arbeiten harmonisch, allen muss es gut gehen, nur dann ist der Körper gesund.

Der Artikel ist 1998 erschienen - lange vor der Finanzkrise, die ihm nur noch mehr Relevanz gibt. Die Konzentration von viel Geld in wenigen Händen ist schlecht schreibt sie schon damals: um im Körperbild zu bleiben: als würde alles Blut nur nur Lungen und Herz fliessen, und der Rest des Körpers würde vor sich hin kümmern.

Oder wie ein Krebsgeschwür: das allen an sich reisst, das den Rest verhungern lässt... ein drastisches Bild, das mir beim Lesen einfiel.

Und, als Körper-Geist-Seele-Interessierte, kann ich nicht umhin, mal kurz die psychosomatische Deutung der Krankheit Krebs (lt. Rüdiger Dahlke) nachzurecherchieren... und: "Symptom: ...Irrtum im Konzept der Verwirklichung von Freiheit und Unsterblichkeit; Unterdrücken der Möglichkeiten zu Grenzerfahrungen, von Lebensimpulsen; Festhalten an der Norm; perfekte soziale Anpassung (Normopathie); Aggression und Egoismus im Krebsgeschehen: aggressiv verdrängende Ellbogenpolitik, Recht des Stärkeren, Infiltration, Invasion, Erpressung, Ausbeutung von Sklaven(zellen); Krebs übernimmt die Aufgabe der Seele: Selbstverwirklichung/Egotrip, Durchbrechen der Regeln normalen Zusammenlebens; kopflastig, mit dem Kopf durch die Wand wollen (Wachstumsproblematik); Umschlagen ehrenwerter Untergebenenideale in das totale Egoprinzip; ungelebter Wunsch nach rücksichtsloser Durchsetzung von Eigeninteressen... kollektives Muster rücksichtsloser Expansion und Verwirklichung der eigenen Interessen; Spiegel der Ausbeutung der Erde durch den Menschen; Polarisierung von Ich und Gemeinschaft: fehlendes Bewusstsein für größere, umfassende Einheit..." (Die Seite mit dem Originaltext (eine Dahlke Seite) ist nicht öffentlich zugänglich, aber ich habe den vollständigen Text nochmal in einem Webforum für Tierhalter (oh du wunderbare... Internetwelt!) gefunden: http://tinyurl.com/ybtnvya)

Klingt wie... die Finanzkrise... all diese kleinen, schlauen Banker vor ihren Computerbildschirmen...

Mir hilft dieses Bild - weil: wenn ich Bilder habe, weiss ich eher, wo ich ansetzen muss: ein Bild, wie es falsch ist, und ein Bild wie es richtig gehört...

Weitere Bücher zum Thema:


21 Dezember 2009

Nuller Jahre

Und vielleicht ist auch das typisch für die sogenannten nuller Jahre: dass der öffentliche Raum, der einmal als Versprechen erschien, als Bedrohung wahrgenommen wird. Die oder der Fremde, einst Projektionsfläche der allerschönsten kollektiven und privaten Phantasien, könnte Terrorist sein, Aids haben, die Plagen der Globalisierung, Werksschließungen, Migrantenströme oder Vogelgrippe mitbringen.

Niklas Maak, Architekturkritiker der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zur Eröffnung der US-Botschaft in Berlin, http://tinyurl.com/4jjy2j