My language is vibrant color and line.

2004: The Educated Birth

Many years ago, I accidentally read about a concept called The Educated Birth; as far as I remember the article was concerned with birth preparation. A very feminine, natural process that all of a sudden becomes subject to rules and procedures that weaken women and make them dependent. Series of this cycle are Sati (1) and The Lotus Feet (2).

The Lotus Feet

The Lotus Feet (3) is my second series of works where I use exotic phenomena and refer them to our cultural context. This time I examine beauty standards and the consequently intentionally induced mutilations of the body. On one hand I am interested in their motivation, social meaning and the instability of beauty standards themselves, and on the other in the individual's possibilities to deal with them.

In spite of the severity of the subject, to me, in terms of painting and content, it is essential to work with it in a playful and light manner. The paintings themselves are expressionistic, very colorful, lively and idiosyncratic . Generally speaking, for me any painterly or artistic intervention (be it expressionistic or not) is surely based on representation of contexts, but then, and for me this is the vital part of art, must develop into a transformation or transcendence of the subject. It is just not enough to represent a status quo, but one must work through it, i. e. take the existing one step further and let something completely new emerge.

In this sense, The Lotus Feet (2) at the same time represent the status quo of a person bound and weakened by beauty standards, but also show the wild and self-confident dance with the adversities society may impose upon us through its ideals and standards. My Lotus feet are to be strong, and wild and positive, and walk their own ways.

Some Thoughts on Abstraction in The Lotus Feet

Following the orthodox categories of art I am presently moving away from the classical Informal Abstract Expressionism, and to an Expressionism with figurative elements. I do enjoy it, and remain curious where my search into this matter will lead me to.

Sati (2002)

In 2001 I traveled to India for several months. Being there I could not but be deeply moved by the situation of the Indian women. Out of my experiences I wrote the text On Feminine Solidarity (4) and started a series of paintings that deal with the topic of Sati (1), the burning of widows. Sati is a ritual forbidden in today's India, but occasionally still practiced in some remote regions. The rural population considers it a heroic act, but for me the question arises: what kind of a choice and survival possibilities has a single woman in the traditional (Indian) society?

The Educated Birth

Vor vielen Jahren stieß ich zufälligerweise auf den Begriff The Educated Birth, und zwar im Zusammenhang mit einem Artikel in dem es um Geburtsvorbereitung ging. Ein ur-weiblicher, natürlicher Vorgang, dem plötzlich ein Regelsystem übergestülpt wird, dass die Frauen schwächt und abhängig macht. Serien dieses Arbeitszyklus sind Sati (1) und The Lotus Feet (2).

The Lotus Feet

The Lotus Feet (2) ist die zweite Arbeit, in der ich mich mit exotischen Phänomenen befasse und diese auf unseren kulturellen Kontext beziehe. Diesmal arbeite ich mit Schönheitsidealen und den daraus resultierenden absichtlich herbeigeführten Veränderungen des eigenen Körpers. Dabei interessieren mich einerseits Motivation, soziale Bedeutung und Instabilität von Schönheitsidealen, andererseits aber auch die Möglichkeiten des Individuums mit diesen umzugehen.

Trotz der Schwere des Themas ist es mir wichtig, malerisch und inhaltlich leicht und spielerisch damit umzugehen. Vom Malerischen her sind die Bilder selbst sehr expressionistisch, sehr farbig, eigenwillig und wild. Ganz allgemein geht es für mich in der malerischen Auseinandersetzung (sei sie nun expressionistisch oder nicht), zwar zum einen um die Darstellung von Zusammenhängen, aber auch, und das ist für meine Begriffe der fast noch wichtigere Teil jeder künstlerischen Auseinandersetzung, um die Transformation oder Transzendenz. Es genügt nicht, einen Zustand darzustellen, man muss ihn auch Durcharbeiten, d. h. aus dem Existenten einen Schritt weitergehen und etwas neues entstehen lassen.

In diesem Sinne stellen Lotus Feet (2) zwar den Status Quo eines durch Schönheitsideale verbogenen und geschwächten Menschen dar, aber auch den wilden, selbstbewussten Tanz mit den Widrigkeiten einer Gesellschaft, die uns solche Ideale auferlegt. Meine Lotus Füße sollen stark sein, und wild und frech, und ihren eigenen Weg gehen.

Einige Gedanken zu Abstraktion in den Lotus Feet

Wenn man die orthodoxen Kategorien moderner Kunst und Malerei zugrunde legt, dann bewege ich mich augenblicklich ein wenig weg vom klassischen Informellen Abstrakten Expressionismus und hin zu einem Expressionismus mit figurativen Elementen. Die figurativen Elemente machen mir Spaß, und ich lasse mich überraschen, wohin mich meine malerische Entdeckungsreise führen wird.

Sati (2002)

2001 reiste ich für mehrere Monate nach Indien und kam nicht umhin, mich dort mit der Situation der Frauen auseinanderzusetzen. Aus meinen Erfahrung heraus schrieb ich den Text: Das Schwert in der Scheide - Über weibliche Solidarität (4) und begann einen der Sati (1) untersucht, das Ritual der Witwenverbrennung. Sati ist im modernen Indien verboten, wird aber dennoch gelegentlich in abgelegenen Gegenden praktiziert. Die ländliche Bevölkerung sieht in Sati einen heroischen Akt, doch für mich ist es ein Phänomen eines größeren Problemkreises: welche Wahl- und Überlebensmöglichkeiten hat eine alleinstehende Frau in der traditionellen (indischen) Gesellschaft überhaupt?

Wenn Sie auf die Bilder klicken, gelangen Sie zur vergrößerten Ansicht.

↑ Top