My language is vibrant color and line.

1993 - 1995: New York

In New York I continued my formal education as an artist. With Bruce Dorfman, I had a very subtle and sensitive aesthete as a teacher. His critiques were always mysterious and somehow difficult to understand - at least with normal intellect. But isn't the truth itself just like that, intellectually very difficult to understand, and at the same time, aesthetically clear and simple?

My very own painting style which always has been powerful and full of gesture, was now supplemented with the ideal of subtle aesthetics, one of fine oscillation and shade. I was striving to bring both into balance. It was also in New York when I first came in contact with Wabi Sabi (1), an aesthetic concept of things imperfect, impermanent and incomplete closely related to Japan and Zen Buddhism. And I choose my preferate format: the square, as the perfect form, geometrically closed in itself.

A theme I worked on a lot during this time period was rape, which must not necessarily be understood sexually. Rape became much more a concept, something that does begin with the act when a person is forced to do something against his/her will. That happens continuously, in school, in the parental home, so common, that we do no longer perceive it as such: a forceful intrusion.

The Hunt (2), a poem that was part of an installation of three canvases in shades of red, is the chronicle of a rape culminating in death. It is the subtle view of both sides, that of the victim and that of the culprit, without seizing party, the chronicle of an event (Status Quo), that finds its transformation in death.

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1993 - 1995: New York

In New York setzte ich mein formales Studium der Malerei fort. Mit Bruce Dorfman hatte ich einen sehr subtilen und sensitiven Ästheten zum Lehrer. Seine Kritiken waren immer mysteriös und verschlungen und irgendwie schwer zu verstehen - zumindest nicht mit dem normalen Verstand. Aber ist dieWahrheit an sich ja nicht genauso? Schwer zu verstehen, und zugleich: ästhetisch klar und einfach?

Zu meinem Stil, der immer schon kraftvoll und gestisch war, kam nun das Ideal einer subtilen Ästhetik, der ganz feinen Schwingung und Nuance, und ich versuchte die beiden in Balance zu bringen. In diesem Zusammenhang hörte ich auch zum ersten Mal von Wabi Sabi (1), dem mit Japan und dem Zen Buddhismus eng verbundenen Ästhetikprinzip des Unperfekten, Unbeständigen und Unvollständigen. Ebenfalls aus dieser Zeit stammte meine Formatwahl: das Quadrat als perfekte, geometrisch in sich geschlossene Form.

Thematisch ging es häufig um Vergewaltigung, die aber nicht unbedingt sexuell zu verstehen ist. Vergewaltigung ist ein weiter Begriff, und für mich begann er mit dem Akt, als freier Mensch zu etwas gezwungen zu werden, das man nicht will. Das passiert jeden Tag tausend Mal, in der Schule, im Elternhaus, und wir sind es meist so sehr gewohnt, dass wir es gar nicht mehr bewusst wahrnehmen.

The Hunt [Das Ende der Jagd] (2), ein Gedicht, das zu einer Installation aus drei Bildern in verschiedenen Rottönen gehört, ist die Chronik einer Vergewaltigung, die im Tod kulminiert. Es ist die subtile Betrachtung beider Seiten, der des Opfers und der des Täters, ohne Partei zu ergreifen. Es ist die Chronik eines Geschehens (Status Quo), das im Tod seinen transformativen Prozess erfährt.

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