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Polyamournesia

Polyamournesia [po:liamu:r'ne:sia]: Made-up word from polýs "much" (Greek), amour "love" (French) and mnasthai "to remember" (Greek); ability to remember and/or to receive the many sources of love

All of a sudden, I had this word in my head without actually knowing what it meant. A made-up word. Poly = much, and Amour = love, this was easy. However Nesia? Amnesia came to my mind, memory loss. In an etymological dictionary I found the Greek word Mnasthai that means to remember.

To remember the many sources of the love.

Immediately I contacted a Greek friend to check if this translation is plausible, however I only received a cryptic answer:

Dear Karin, in this moment I just re-entered a state where I apparently recovered my ability to receive love from many sources and this is why I thoroughly feel addressed by the substance of your question. However, I have not yet entered verbalization phase, so that I cannot help you directly...)

Polyamournesia: To remember the many sources of love.

Polyamournesia. A densely woven web of love that encircles me, multicolored, permanently changing, in one word: alive. A beautiful vision... and else? If I assume the actual existence of this dense web of love - for myself and for every person - I immediately have the following theses in mind:

  1. Can I remember something that is totally unknown to me? Can I move towards something that I have never lived before? No. I once must have experienced this condition of Polyamour. But when? Before birth? Is this polyamour feeling the experienced, prenatal state of oneness, and the amnesic catastrophe my birth?
  2. What is life about anyway? Isn't it about my full materialization, so that I completely penetrate this world with all my bliss? Is pain maybe nothing more but friction with the heavy, tough matter itself that I must permeate in my incarnation process - and I am still in the midst of doing so?
  3. Polyamournesia. Thus to remember all the love that exists around me: to be loved, to be lovingly supported... Unfortunately, I just sometimes forget about it. A little injury, a little heartbreak, and immediately I get this tunnel vision named "nobody loves me". However, if I actually observed the world attentively I then would note the many people who are by my side and who love me.

Polyamournesia

Polyamournesia [po:liamu:r'ne:sia]: Kunstwort, gebildet aus griech. polýs "viel", frz. amour "Liebe" und griech. mnasthai "sich erinnern"; Fähigkeit, sich an die vielen Quellen der Liebe zu erinnern bzw. diese zu empfangen

Ich hatte plötzlich dieses Wort im Kopf, ohne eigentlich zu wissen, was es bedeutet. Ein Kunstwort. Poly = viel, und Amour = Liebe, das ist noch einfach. Aber Nesia? Amnesie fiel mir ein, Vergessen. In einem etymologischen Lexikon stieß ich auf Mnasthai (griech.), das erinnern bedeutet.

Sich an die vielen Quellen der Liebe erinnern.

Meine Nachfrage bei einem griechischen Freund, ob ihm diese Übersetzung plausibel erschiene, brachte mir nur eine kryptische Antwort ein:

Liebe Karin, da ich mich gerade wieder in einer Phase befinde, in der ich meine Fähigkeit, aus vielen Quellen Liebe zu empfangen, scheinbar wiedererlangt habe, fühle ich mich von Deiner Frage in ihrer Substanz durchaus angesprochen. Allerdings bin ich noch nicht in die Verbalisierungsphase eingetreten, so dass ich Dir nicht unmittelbar helfen kann...

Polyamournesia: Sich an die vielen Quellen der Liebe erinnern

Polyamournesia. Ein dichtgewebtes Netz von Liebe also, das mich umfängt, vielfarbig, sich permanent verändernd, in einem Wort: lebendig. Eine schöne Vision... und sonst? Wenn ich einfach einmal annehme, dass dieses dichtgewebte Netz von Liebe tatsächlich existiert - für mich und für jeden Menschen - dann fallen mir dazu verschiedene Thesen ein:

  1. Kann ich mich an etwas erinnern, das völlig unbekannt ist? Kann ich auf etwas zusteuern, das ich so gar nicht kenne? Nein. Ich muss diesen Zustand von Polyamour schon einmal erlebt haben. Aber wann? Vor meiner Geburt? Ist dieses polyamoure Gefühl jenes erlebte, all-eine vorgeburtliche Sein, und die amnestische Katastrophe: meine Geburt?
  2. Worum geht es im Leben überhaupt? Geht es nicht darum, dass ich mich vollständig materialisiere, die Materie ganz durchdringe, mit all meinem Glück? Ist der Schmerz vielleicht nichts anderes als die schwere, zähe Materie, die es zu durchdringen gilt, in die ich eindringen muss, um mich zu inkarnieren - und ich bin immer noch dabei, es zu tun?
  3. Polyamournesia. Mich also wieder erinnern, wie viel Liebe um mich herum tatsächlich existiert: Liebe, liebevoll angenommen sein... ich vergessen es nur leider manchmal. Irgendeine Verletzung und schon haben ich diesen Tunnelblick namens "keiner liebt mich". Aber wenn ich tatsächlich genau hinschaute, dann ist sie da, und stark, und es gibt sehr viele Menschen, die mir gewogen sind und mich lieben.
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