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Koan

[Definition]

[Ein Koan (jap., oder Gong'àn in China) ist eine kurze Anekdote oder Sentenz des Zen Buddhismus, die als Meditationsobjekt verwendet wird und oft paradox erscheint. Der eigentliche Sinn, seine wesentliche Funktion, erschließt sich nur intuitiv, ohne Worte: die Erkenntnis der Nicht-Zweiheit. (1)]

KOAN_01 TuMiTu

[Prolog]

"TU MI TU Y YO TU TU" - Aus dem Nichts hatte ich plötzlich dieses Wortspiel im Kopf, eine Art persönliches Koan. Es klingt fast wie ein exotisches Mantra, ist aber Spanisch: "Du mein Du und ich dein Du".

Todavìa no entiendo mi Koan. Pero creo saber de que trata: confiar.
Parece que confio. Actúo como se confiara. Pero en realidad acepté la muerte. El dolor infinito. Pero esta confianza de la que habla el Koan es un confiar positivo. Confiar en la vida. En alguien. Por confiar yo: SARA DE CONFIANZA. (2)

[Ich verstehe mein Koan immer noch nicht. Aber ich glaube, ich weiß jetzt, worum es geht. Um Vertrauen.
Ich scheine zu vertrauen. Ich handle so, als würde ich vertrauen. Aber tatsächlich habe ich den Tod akzeptiert. Den totalen Schmerz.
Doch das Vertrauen, von dem das Koan spricht, ist ein anderes, ist ein positives Vertrauen. Vertrauen in das Leben. In jemanden. Und wenn ich vertraue: wird er/es: VERTRAUENSWÜRDIG.]

KOAN_02 The Left Hand
KOAN_03 The Left Hand

[1st Movement]

"Necesitar" es diferente de "hacer falta". Te hice falta, pues, soy... de tu sangre poética. Tú no me necesitas.
"Necesitar" y "hacer falta" son diferentes. Lo entiendes ahora?
Amar alguien todavia es mas diferente: AMAR significa: yo-te-acepto-tal-como-eres... Pero AMAR y HACER FALTA tienen algo en común: uno conoce el "objecto". Uno no puede amar a quien no entiende (quien no te entiende ni conoce, no te puede amar, pues no sabe quien eres y, entonces, no puede aceptarte como tal).
HACER FALTA también requiere que uno conoce el objecto. Algo que no conozco no me hace falta... (NECESITAR - requiere solamente conocerse a si mismo y a sus proprias necesidades. Necesitar es... un acto en plena soledad.)

"Jemanden brauchen" ist anders als "jemanden vermissen". Ich habe dir gefehlt, denn ich teile... dein poetisches Blut. Du brauchst mich nicht.
"Jemanden brauchen" und "jemanden vermissen" sind verschieden. Verstehst du es jetzt?
Jemanden lieben ist ebenfalls anders: LIEBEN bedeutet: ich-akzeptiere-dich-so-wie-du-bist... Aber LIEBEN und JEMANDEN VERMISSEN haben etwas gemeinsam: man kennt das Objekt. Ich kann niemanden lieben, den ich nicht kenne und verstehe (wenn dich jemand gar nicht kennt, wie kann er dich dann lieben, wenn lieben bedeutet, dich ganz so zu akzeptieren wie du bist?).
JEMANDEN VERMISSEN verlangt ebenfalls, dass man das Objekt kennt. Etwas das ich nicht kenne, wird mir niemals fehlen... (BRAUCHEN - erfordert lediglich sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse zu kennen. BRAUCHEN ist... ein Akt in vollkommener Einsamkeit.)

KOAN_04 The Right Hand
KOAN_05 The Right Hand

[2nd Movement]

"Se amas algo, déjalo libre. Si vuelve, es tuyo..."
Por qué vuelve? Porque te extrañaba...
Por qué uno se va? Creo: porque no puede perdonarte algo en su momento. Y un día la FALTA es más grande que el rencor... El AMOR es más grande que la herida... (herida? o: la falta de AMOR?)

"Wenn du jemanden liebst, lass ihn frei. Wenn er zu dir zurückkommt, ist er dein..."
Warum kehrt er zurück? Weil du ihm gefehlt hast...
Warum geht er überhaupt fort? Ich glaube: weil er dir in diesem Moment etwas nicht verzeihen kann. Und eines Tages ist dein Mangel größer als sein Groll... die LIEBE größer als die Wunde (Wunde? oder: Mangel an LIEBE?)

KOAN_06 Augurio (Take my Hand)

[Epilog]

Volver es=que el amor vence... y quedarse: que el amor reina...

Zurückkehren bedeutet: dass die Liebe gewonnen hat... und Bleiben: dass die Liebe regiert...

[Ist das: zu viel verlangen, dass du meine Hand hältst, auch wenn ich von dir weggehe... um meine eigenen Erfahrungen zu machen... für eine kleine Weile? Zu wünschen, dass du mich im Geiste... begleitest?]

Das war eine schwierige Arbeit, KOAN_06 forderte mich sehr. Ich glaube, dieses letzte Bild der Serie ist eine Art Quintessenz, inhaltlich wie auch formal. "Take my Hand" lautet der Untertitel. Ich habe selbst lange Zeit nicht verstanden, dass es im Grunde "Abschied" bedeutet. Ein Abschiedsbild: Wie ein junger Mensch, der sich von seinen Eltern verabschiedet, weil er heute das Haus verlässt. Und die eindringliche Bitte, dass er das Gute in sich bewahren kann, das sie ihn gelehrt haben- egal was ihm dort draußen in der Welt begegnen wird.

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