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A LOVE Supreme | Beyond Chrysalis

2016 Selbst Liebende brauchen dann und wann ein wenig Abstand voneinander. Und so tritt meine Malerei - my long-time love supreme - derzeit ein wenig in den Hintergrund um einem anderen, faszinierenden Kunstprojekt Raum zu geben: no2DO (1).

[Ist Kunst nicht viel mehr als Malerei?
Vielleicht ist ganz einfach Kunst meine love supreme?]

Ich glaube ganz generell ist die Motivation hinter all meinem Tun das Streben nach Selbst- und Welterkenntnis. Malerei ist ein Weg dorthin. Auf dem langen Weg von der leeren Leinwand zum vollendeten Tafelbild ist viel Raum zum Nachzudenken und um Klarheit zu gewinnen (2). Letztendlich sehe ich für mich keine andere Option. Ich bin ein spirituelles Wesen - doch wenn ich dem Autopiloten Raum lasse, werde ich mich auf Kreisbahnen bewegen und immer wieder dasselbe erhalten: eine verzerrte Wahrnehmung der Wirklichkeit, meine eigene Projektion, die sich über die Realität legt (3).

2015 Philosophie. Another love supreme of mine. (Eigentlich gar nicht so schwer zu erraten, angesichts der die Bilder umrankenden Textfülle...)
Jetzt will ich es wissen: ich habe mich für ein Philosophiestudium eingeschrieben. Heimatgefühle (wegen der Inhalte). Manchmal Befremdung (wegen der kopflastigen Lebensferne).

2013 Manchmal arbeite ich auch nicht an no2DO (1). Und gebe meinen Gedanken zu Flucht, Vertreibung und Xenophobie in der Serie Fremd in der Fremde (4) bildnerisch eine Heimat.

2011 Meine Forschungen im Zusammenhang mit no2DO (1) absorbieren mich. Ich studiere neben klassischen Quellen chinesischer Weisheitslehre v. a. TCM und klassische Akupunktur. no2DO ist im Werden.

2010 Gelegentlich, aber mit Freude, arbeite ich installativ und widme ich mich politischen Themen. So z. B. im Projekt Biopiraterie, oder wie aus Gemeingut Privateigentum wird (5). Biopiraterie ist ein Prozess, bei dem immer mehr Patente auf Gemeingut erteilt werden, was unser aller Spielraum mehr und mehr einschränkt. Da das Thema komplex ist findet es leider wenig Widerhall in den Medien.

2009 Ich reiche den Apfel der Systemkritik endlich unversehrt zurück: ja, es stimmt, "Die Sozialgeschichte des modernen Künstlers ist die eines spirituellen Wesens in einer auf materiellen Besitz fixierten Welt." (6). Doch ich sehe es nicht als meine Aufgabe, dies zu ändern. Mit dem Ausklang meiner persönlichen Kunstmarktkrise, stürze ich mich in ein großes und tiefsinniges Projekt: ich will eine zeitgenössische Interpretation des I Ging entwickeln. Neben der poetischen Annäherung durch die Malerei (7), (8) gibt es inzwischen einen umfangreichen spielerisch-intellektuellen Teil: ein Orakelspiel mit eigenständigem Interpretationsmodell, das ich anhand der 5-Elemente-Lehre entwickelt habe (1).

Beyond Chrysalis: A Responsive Universe

2007 Fast zwei Jahre lang starre ich wie das sprichwörtliche Kaninchen auf die Schlange "Kunstmarkt" und widme mich Fragen wie Kunst oder Luxus (9), Kunst und Kitsch (10), Kunst und Geld (11). Natürlich erhielt ich auch Antworten: künstlerische (Was ist Kunst? (12)) und feministische (Eine neue Lilith - über das Loslassen (13)).

Außerdem habe ich einen Mann getroffen, gleich nach Polyamournesia (14).
Als Antwort auf mein persönliches Kōan "Tu mi tu..." (15)...
Ein sanfter Erschütterer... (16)

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